Die Wellen der Empörung schlugen hoch, als Israel um den Jahreswechsel herum gegen die Terro rorganisation Hamas im Gazastreifen militärisch vorging (Operation „Gegossenes Blei“). Kriegsverbrechen gegen Zivilisten warf man dem jüdischen Staat vor. Jetzt liegen die Ergebnisse der Untersuchungen vor. Sie zeigen, dass es keine Hinweise für israelische Kriegsverbrechen gibt.
Inzwischen gerät allerdings die Hamas ins Zwielicht. Sie soll den Krieg genutzt haben, um 18 Palästinenser, politische Gegner, hinzurichten.
Mitte März hatten die Kriegsverbrechensvorwürfe gegen Israel neue Nahrung bekommen, als israelische Soldaten angaben, Augenzeugen angeblicher Kriegsverbrechen geworden zu sein. So sollen einerseits eine alte Frau und andererseits eine Mutter mit zwei Kindern von Soldaten erschossen worden sein, als sie auf Warn- und Haltezeichen nicht reagierten. Das Militär selbst hatte auf die Vorwürfe mit einer strengen Untersuchung reagiert. Ende März stand fest, dass es die vorgeworfenen Ereignisse nie gegeben hatte. Die angeblichen Augenzeugen hatten zugegeben, bei den Vorfällen nicht beteiligt gewesen zu sein. Sie hätten es lediglich als Gerücht erfahren und ausgeschmückt weitergegeben, um, wie sie sagten, „ein Zeichen zu setzen“. [1] Es ist traurig, dass hier offensichtlich bestimmte ideologische Vorstellungen und eventuell Prestige-Sucht dazu geführt haben, Israels Ansehen so sehr zu schmälern. Denn über die Vorwürfe berichteten viele; dass sie sich nachweislich als erfunden herausgestellt haben, ist oft keiner Nachricht mehr wert.
Auch das unabhängige amerikanische „Zentrum für internationale und strategische Studien“ (CSIS) hat den Gazakrieg untersucht und fand keine Hinweise auf israelische Kriegsverbrechen. Der Verfasser der Studie, Anthony H. Cordesman, weist darauf hin, dass es sich bei der Operation „Gegossenes Blei“ um eine so genannte asymmetrische Kriegsführung handelte, bei der das internationale Recht nur für eine Seite, nämlich Israel als Staat, geltend war. Für die Hamas als Ter rorganisation dagegen nicht, was sie dazu nutzte, um das Völkerrecht zu einer potentiellen Waffe für sich zu machen. Denn als nicht staatlicher Akteur musste sie sich nicht an das internationale Recht halten. So nutzte die Hamas Zivilisten bewusst als menschliche Schutzschilde und baute ihre Lager und Stützpunkte mitten in dicht besiedelten Gebieten auf. Dennoch hat Israel alles getan, um die Zivilbevölkerung zu schützen. So habe das israelische Militär keine zivilen Ziele bewusst angegriffen, und stets die kleinstmögliche Waffe für das jeweilige Ziel genutzt. Leider verfehlen selbst bei den heutigen Präzisionswaffen noch rund fünf bis zehn Prozent ihr Ziel, wodurch im dicht besiedelten Gazastreifen natürlich auch Gebäude von Zivilisten in Mitleidenschaft gezogen wurden. Deshalb hatte Israel vor jedem Angriff die Zivilbevölkerung mit hunderttausenden von Flugzetteln und mit Telefonaten gewarnt – auch Angehörige von Hamas-Aktivisten. Abschließend stellt A.H. Cordesman fest, dass Israel nicht mehr Fehler gemacht habe als die NATO im Kosovo oder die US-Truppen und ihre Verbündeten in Afghanistan.[1]
Auf der anderen Seite werden die Vorwürfe gegen die Hamas immer lauter. So berichtete die Menschenrechtsgruppe "Human Rights Watch" (New York) letzte Woche, die Hamas habe die Operation „Gegossenes Blei“ genutzt, um sich 18 politischer Gegner, alles Palästinenser, durch Hinrichtungen zu erledigen.[3] Seit der Erklärung der Feuerpause sollen weitere 15 Fatahmitglieder [2] von der Ter rorganisation ermordet worden sein. Oft unter dem Vorwurf, vermeintliche Kollaborateure gewesen zu sein. Ähnliche Vorwürfe wegen Hinrichtungen und Folter kamen schon Mitte Februar von „Amnesty International".
Laut „Israel heute“ [2] kritisieren selbst die arabischen Medien, dass die Hamas die eigene Bevölkerung ter rorisiere. In einem Telefongespräch berichtet ein Augenzeuge aus Gaza, wie er selbst miterlebte, wie Hamasmitglieder Freunde von ihm aus dem Haus zerrten und ihnen vor ihren Kindern in die Beine schossen. „Die Hamas kennt keine Gnade und lässt ihre Wut über ihre Niederlage an der palästinensischen Bevölkerung aus“, berichtet er. Und weiter: „Die Leute sind vor Angst wie gelähmt. Keiner weiß genau, wie viele Palästinenser wegen ihrer Fatahmitgliedschaft gefoltert und hingerichtet worden sind.“ Weiterhin plündere die Hamas die Lastwagen mit den Hilfsgütern aus dem Westen und verkaufe diese weiter. Die eigene Bevölkerung interessiere sie nicht. Deshalb hat inzwischen auch die UNRWA die Hilfslieferungen in den Gazastreifen gestoppt.
Diese Erfahrungen lehren uns, die palästinensischen Ter rororganisationen nicht zu verharmlosen. Sie terr orisieren nicht nur die israelische Bevölkerung, sondern auch die eigene, wenn sie sich ihnen nicht bedingungslos unterwirft.
Quellen:
[1] „Bislang keine Beweise für Kriegsverbrechen“. Israelreport 2/2009 (April 2009), S. 6-7
[2] „Schüsse in die Knie“. Israel heute, April 2009, S. 10
[3] „Menschenrechtsgruppe wirft Hamas systematische Hinrichtungen vor“
siehe auch:
„'Amnesty International': 'Hamas führt tödliche Kampagne gegen Kritiker'“
„Studie: 'Asymmetrische Kriegsführung und strategisches Dilemma'“
„Militärischer Anwalt: 'Anschuldigungen gegen Soldaten beruhen auf Gerüchten'“
Inzwischen gerät allerdings die Hamas ins Zwielicht. Sie soll den Krieg genutzt haben, um 18 Palästinenser, politische Gegner, hinzurichten.
Mitte März hatten die Kriegsverbrechensvorwürfe gegen Israel neue Nahrung bekommen, als israelische Soldaten angaben, Augenzeugen angeblicher Kriegsverbrechen geworden zu sein. So sollen einerseits eine alte Frau und andererseits eine Mutter mit zwei Kindern von Soldaten erschossen worden sein, als sie auf Warn- und Haltezeichen nicht reagierten. Das Militär selbst hatte auf die Vorwürfe mit einer strengen Untersuchung reagiert. Ende März stand fest, dass es die vorgeworfenen Ereignisse nie gegeben hatte. Die angeblichen Augenzeugen hatten zugegeben, bei den Vorfällen nicht beteiligt gewesen zu sein. Sie hätten es lediglich als Gerücht erfahren und ausgeschmückt weitergegeben, um, wie sie sagten, „ein Zeichen zu setzen“. [1] Es ist traurig, dass hier offensichtlich bestimmte ideologische Vorstellungen und eventuell Prestige-Sucht dazu geführt haben, Israels Ansehen so sehr zu schmälern. Denn über die Vorwürfe berichteten viele; dass sie sich nachweislich als erfunden herausgestellt haben, ist oft keiner Nachricht mehr wert.
Auch das unabhängige amerikanische „Zentrum für internationale und strategische Studien“ (CSIS) hat den Gazakrieg untersucht und fand keine Hinweise auf israelische Kriegsverbrechen. Der Verfasser der Studie, Anthony H. Cordesman, weist darauf hin, dass es sich bei der Operation „Gegossenes Blei“ um eine so genannte asymmetrische Kriegsführung handelte, bei der das internationale Recht nur für eine Seite, nämlich Israel als Staat, geltend war. Für die Hamas als Ter rorganisation dagegen nicht, was sie dazu nutzte, um das Völkerrecht zu einer potentiellen Waffe für sich zu machen. Denn als nicht staatlicher Akteur musste sie sich nicht an das internationale Recht halten. So nutzte die Hamas Zivilisten bewusst als menschliche Schutzschilde und baute ihre Lager und Stützpunkte mitten in dicht besiedelten Gebieten auf. Dennoch hat Israel alles getan, um die Zivilbevölkerung zu schützen. So habe das israelische Militär keine zivilen Ziele bewusst angegriffen, und stets die kleinstmögliche Waffe für das jeweilige Ziel genutzt. Leider verfehlen selbst bei den heutigen Präzisionswaffen noch rund fünf bis zehn Prozent ihr Ziel, wodurch im dicht besiedelten Gazastreifen natürlich auch Gebäude von Zivilisten in Mitleidenschaft gezogen wurden. Deshalb hatte Israel vor jedem Angriff die Zivilbevölkerung mit hunderttausenden von Flugzetteln und mit Telefonaten gewarnt – auch Angehörige von Hamas-Aktivisten. Abschließend stellt A.H. Cordesman fest, dass Israel nicht mehr Fehler gemacht habe als die NATO im Kosovo oder die US-Truppen und ihre Verbündeten in Afghanistan.[1]
Auf der anderen Seite werden die Vorwürfe gegen die Hamas immer lauter. So berichtete die Menschenrechtsgruppe "Human Rights Watch" (New York) letzte Woche, die Hamas habe die Operation „Gegossenes Blei“ genutzt, um sich 18 politischer Gegner, alles Palästinenser, durch Hinrichtungen zu erledigen.[3] Seit der Erklärung der Feuerpause sollen weitere 15 Fatahmitglieder [2] von der Ter rorganisation ermordet worden sein. Oft unter dem Vorwurf, vermeintliche Kollaborateure gewesen zu sein. Ähnliche Vorwürfe wegen Hinrichtungen und Folter kamen schon Mitte Februar von „Amnesty International".
Laut „Israel heute“ [2] kritisieren selbst die arabischen Medien, dass die Hamas die eigene Bevölkerung ter rorisiere. In einem Telefongespräch berichtet ein Augenzeuge aus Gaza, wie er selbst miterlebte, wie Hamasmitglieder Freunde von ihm aus dem Haus zerrten und ihnen vor ihren Kindern in die Beine schossen. „Die Hamas kennt keine Gnade und lässt ihre Wut über ihre Niederlage an der palästinensischen Bevölkerung aus“, berichtet er. Und weiter: „Die Leute sind vor Angst wie gelähmt. Keiner weiß genau, wie viele Palästinenser wegen ihrer Fatahmitgliedschaft gefoltert und hingerichtet worden sind.“ Weiterhin plündere die Hamas die Lastwagen mit den Hilfsgütern aus dem Westen und verkaufe diese weiter. Die eigene Bevölkerung interessiere sie nicht. Deshalb hat inzwischen auch die UNRWA die Hilfslieferungen in den Gazastreifen gestoppt.
Diese Erfahrungen lehren uns, die palästinensischen Ter rororganisationen nicht zu verharmlosen. Sie terr orisieren nicht nur die israelische Bevölkerung, sondern auch die eigene, wenn sie sich ihnen nicht bedingungslos unterwirft.
Quellen:
[1] „Bislang keine Beweise für Kriegsverbrechen“. Israelreport 2/2009 (April 2009), S. 6-7
[2] „Schüsse in die Knie“. Israel heute, April 2009, S. 10
[3] „Menschenrechtsgruppe wirft Hamas systematische Hinrichtungen vor“
siehe auch:
„'Amnesty International': 'Hamas führt tödliche Kampagne gegen Kritiker'“
„Studie: 'Asymmetrische Kriegsführung und strategisches Dilemma'“
„Militärischer Anwalt: 'Anschuldigungen gegen Soldaten beruhen auf Gerüchten'“
Danke Stefan!Ein solcher bericht ist längst fällig.Die CSIS Studie kenne ich schon länger aus israelheute.Wenn doch die Politiker danach handeln würden,und Israel mehr unterstützen!
AntwortenLöschen